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Flüchtlingshilfe Weende protestiert gegen Umsiedelung. Bewohner haben Einspruch eingelegt. Störungen beim Pressetermin.

Die Bewohner der Unterkunft Große Breite haben am Montag gegen ihre Umsiedelung bei der Stadt Göttingen Einspruch eingelegt. Inwieweit dies einen Einfluss auf das Verfahren hat, bleibt abzuwarten. Zu den Gründen der Ablehnung eines Umzuges der Bewohner geben die Freiwilligen an:

“Für die Bewohner der Großen Breite bedeutet die Umsiedlung: Aufgabe von schon gewonnener Selbständigkeit (z.B. beim Kochen und Waschen), aber was noch schwerer wiegt ist der Verlust schon gewachsener Kontakt zur örtlichen Bevölkerung: gemeinsames Fußball- und Basketballspielen, Beteiligung im Freibad, Teilnahme an „Wir sprechen Deutsch“ in St. Petri, Begegnungen bei Festen (im Klosterpark und im Jochen-Klepper-Haus), die Nähe der Deutschkurse in der VHS in der Theodor-Heuss-Straße.

Viele fühlen sich nach teils sehr langer Flucht endlich in Sicherheit und gut aufgehoben. Das sollte nicht aufgegeben werden. Auch das Engagement vieler Ehrenamtlicher in Weende, die Flüchtlinge zu integrieren, wird damit zunichte gemacht.

Die Unterkunft auf der Siekhöhe liegt weit außerhalb, die Wege in den Ort und damit die Begegnungsmöglichkeiten sind wesentlich schlechter.”

Die Stadt Göttingen hat alle Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe eingeladen, sich am Mittwoch, den 11.5.2016 um 14 Uhr ein Bild von der neuen Sammelunterkunft zu machen. Die Unterkunft soll im ersten Schritt 200 Menschen beherbergen. Sie befindet sich in einer Industriehalle, die mit Trennwänden ausgestattet wurde. Göttingen hilft wird hier mit einem Bericht morgen nach der Besichtigung weiter informieren. Bereits heute hat die Verwaltung die Vertreter der Presse eingeladen, sich ein Bild von der Unterkunft zu machen.

Leider mussten wir gerade in einer Mail der Stadt zur Kenntnis nehmen, dass es wohl von einzelnen Kritikern der geplanten Umsiedelung zu Ausschreitungen beim Pressetermin gekommen ist.  Genaueres wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Stadt schreibt hierzu:

“Leider haben sich einige Ehrenamtliche dort getroffen und die eingeladenen Personen mit Papierschnipseln beworfen und mit Farbspritzern beschmutzt.

Ich möchte Sie darüber informieren, dass wir unter diesem Hintergrund bei dem Termin morgen am Einlass Taschenkontrollen durchführen müssen. Die heutigen Erfahrungen machen das leider erforderlich, und ich bitte Sie dafür um Ihr Verständnis.

Eine herzliche Bitte: Gewalt gegen Personen und Sachen nützt niemandem, den geflüchteten Menschen schon gar nicht. Ich möchte an Sie alle appellieren, sich bitte ruhig sachlich mit der Lage auseinander zu setzen. Meinungsverschiedenheiten sollte man doch besser auf andere Art und Weise austragen.”

 

Bildungskongress “VERTRAUEN, OFFENHEIT & MUT – BAUSTEINE FÜR EIN GUTES ZUSAMMENLEBEN”

banner goekeb2016-175x245-nifbe_v1VERTRAUEN, OFFENHEIT & MUT   BAUSTEINE FÜR EIN GUTES ZUSAMMENLEBEN – so lautet das Thema des XVII. Bildungskongresses, der am 11./12. November in der Universität Göttingen stattfindet.

Die Schirmherrschaft hat Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen, übernommen.  

Themenschwerpunkte werden sein:

  • Interkulturelle Annäherungen durch Musik, Sport und Spiel
  • Kommunikation zwischen Kindern aus vielen Kulturen und Herkünften
  • Flucht und Trauma
  • Erfahrung von Selbstwirksamkeit in Gestaltungsprozessen
  • Interkulturelle Elternarbeit
  • Kinder zwischen Armut und Reichtum
  • Vielfalt als Herausforderung und Chance
  • Sprachbildung in einer Zeit großer Sprachenvielfalt
  • Fluchtmigration – eine kritische Betrachtung der europäischen Migrationspolitik.

Veranstalter und Kongressleiter ist Dr. Karl Gebauer.

Weitere Informationen unter: www.goe-keb.de

AG BEGEGNUNGSOSRTE am Dienstag, 12. April, 19.00 Uhr im „Restaurant Lehmofen“

Das nächste Treffen der AG BEGEGNUNGSOSRTE
findet am Dienstag, 12. April, 19.00 Uhr im „Restaurant Lehmofen“,
Angerstr. 8 in Göttingen statt.
Die AG sieht ihre Aufgabe darin, Kontakte zu geflüchteten Menschen aufzunehmen, Ihre Probleme zu erkennen und eine erste Orientierungshilfe zu geben. Inzwischen liegen Erfahrungen aus unterschiedlichen Begegnungsformen mit geflüchteten Menschen vor. Es hat sich bewährt, an verschiedenen Stellen in der Stadt „Orte der Begegnung“ zu schaffen. Dort können Einheimische und Geflüchtete auf unkomplizierte Weise in Kontakt kommen, der bei gegenseitigem Interesse dann zu freundschaftlichen Beziehungen bzw. „Patenschaften“ führen kann.

Es gibt folgende Angebote:

• „Frauen-Frühstücks-Gruppe“ (montags von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr in der Johannis-Gemeinde, Göttingen)

• „Spielend Deutsch lernen für Kinder und Mütter“ (dienstags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, Gemeindehaus Maria Frieden, Göttingen-Geismar)

• „Café der Begegnung“ (montags von 15 bis 20 Uhr in den Räumen der AWO/Trialog, in der Stumpfebiel 11/1. Stock, Göttingen).

• In diesem Zusammenhang hat sich auch eine Supervisionsgruppe konstituiert. Sie bietet unterschiedliche Formen der Beratung für ehrenamtliche Helfer_innen an.

Kontakt über: regina.loeneke@gmx.de
Interessierte sind sehr willkommen!

„Mitmachen beim Spielmobil Göttingen. Mobile Spiel- und Beratungsangebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Südniedersachsen“

Die Situation in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Niedersachsen und in vielen Unterkünften für Geflüchtete ist geprägt durch räumlich beengte Verhältnisse und Stress für alle durch die schiere Anzahl von Menschen in diesen Räumen. Für die Kinder in diesen Einrichtungen bedeutet die räumliche Enge und die Ungewissheit bzgl. der weiteren Unterbringung viel Stress und eine enorme Einschränkung ihrer Bewegungs- und Spielmöglichkeiten. Die Einrichtungen für Kinder und Jugendliche vor Ort sind häufig ebenfalls völlig überlastet und können die Menge an Kindern oft gar nicht angemessen betreuen.

Dabei überwindet fast nichts bestehende Sprachbarrieren und Vorbehalte besser als gemeinsames Spielen. Wir wollen deshalb in Göttingen ein Spielmobil ins Leben rufen, mit dem wir die Unterkünfte in Friedland und anderswo aufsuchen, um Kinder aus Unterkünften mit Kindern aus den Orten im Spiel zusammen zu bringen können. Im barrierefreien Spiel können sie direkt in Kontakt treten. Darüber hinaus haben Kinder und Eltern während der Spielmobilzeit die Möglichkeit, die unabhängige Beratung des BAZ e.V. in Anspruch zu nehmen.
Alle, die ein Interesse an reflektierter pädagogischer Arbeit im Team, Spielaktionen mit Kindern und Jugendlichen und der gemeinsamen Ausarbeitung eines umfangreichen Spiel- und Beratungsangebots haben, sind herzlich eingeladen, zum Einsteiger*Innentreffen am 15. März um 18.30 Uhr in die Räumlichkeiten der SJ – Die Falken im GUNZ in der Geiststraße 2 zu kommen.
In den nächsten zwei Monaten werden wir ein tragfähiges Programmkonzept für unser Spielmobil entwickeln, um dann bald starten zu können und die Unterkünfte zu besuchen. Gemeinsam wollen wir uns die Grundlagen der Spielepädagogik erarbeiten, viele Spiele ausprobieren und lernen, trotz bestehender Sprachbarrieren spielerisch miteinander in Kontakt zu treten. Im Rahmen der gemeinsamen Vorbereitung wird es ein breit gefächertes Fortbildungsprogramm zu den Themen „Spiele für die Arbeit mit Geflüchteten“, „Erlebnispädagogik“, „Rechtliches und unabhängige Rechtsberatung“ und allem, was uns an Herausforderungen noch begegnet, geben.

Zur Realisierung des Spielmobils suchen wir aktuell noch nach einem gebrauchten PKW-Anhänger (bis 750kg, ungebremst). Wer einen solchen Anhänger zur Verfügung stellen kann, ihn günstig abgeben oder gegebenenfalls sogar spenden würde, kann sich per mail oder telefonisch an unser Bezirksbüro wenden (SJ – Die Falken, Bezirk Braunschweig, 38100 Braunschweig, bezirk@falken-bs.de, Tel: 0531 – 891761).

12670939_1605430003089655_6710202956342352616_nDas Spielmobil ist ein Kooperationsprojekt der SJ – Die Falken Göttingen und des Beratungs- und Aktionszentrums Friedland und wird gefördert vom Förderprogramm generation³ des Landesjugendrings.

Frühstück für Frauen – zusammen an einem Tisch

Das Frauenfrühstück ist ein von Frauen aus Göttingen initiiertes Angebot, das jeweils montags von 9 bis 12 Uhr im Gemeindehaus der Johanniskirche (Johanniskirchhof 2) stattfindet.

Das Frauenfrühstück – mit Kindern – hat sich mittlerweile etabliert: Während in den ersten Runden im Dezember gerade mal zwei Frauen mit Migrationshintergrund zum Treffpunkt kamen, kommen mittlerweile etwa 8 bis 14 Frauen, zum Teil mit ihren kleinen Kindern.

Wir frühstücken gemeinsam, tauschen uns aus, spielen – und nebenbei wird Deutsch gelernt.

Ansprechpartnerinnen sind Gudrun Piechotta-Henze und Anne Wagner

Mailkontakt: aruwa@t-online.de

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