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Schüler und Schülerinnen der Arnoldi-Schule gestalten Sport- und Begegnungstag

Es wurde gekickOLYMPUS DIGITAL CAMERAt, geklettert, gepritscht, geplaudert und gelacht am Sport- und Begegnungstag am 21. Mai 2016, auf dem Sportgelände des SC Hainberg auf den Zietenterrassen. Initiiert und geplant hatten Schüler und Schülerinnen der Fachoberschule Wirtschaft an der BBS1 Arnoldi-Schule diese Veranstaltung im Rahmen eines Schulprojektes in Kooperation mit dem SC Hainberg.OLYMPUS DIGITAL CAMERA
„Integration durch Sport“ – nach dem Motto des Deutschen Olympischen Sportbundes gestaltete die Fachoberschulklasse gemeinsam mit Sprintklassen einen Tag voller sportlicher Angebote. Neben Fußballturnieren mit gemischten Mannschaften sorgten kleine Spielgeräte aus dem Spielmobil des Landessportbundes, ein Kletterturm, Human-Table-Soccer, Beachvolleyball und Inline-Skaten für ein sportliches Miteinander. Darüber hinaus gab es einen Flohmarkt, Kinderschminken und vom Kuchen bis zur Bratwurst Gelegenheit zur Stärkung.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Idee entstand im vergangenen Schuljahr – unter Projektleitung von Silke Reitz -, als im Rahmen des Politikunterrichts die Frage im Raum stand: „Was können wir für Menschen tun, die zu uns geflüchtet sind?“ Zunächst wurden im Theorieunterricht die Herkunftsländer beleuchtet, dann ging es daran, etwas Konkretes zu machen. Mit dem Ziel, Begegnungen mit Geflüchteten, Anwohner/Innen, Vereinsmitgliedern und Freunden entstehen zu lassen organisierten die Schüler und Schülerinnen von der Einladung bis hin zur Sponsorensuche, alles selbst.

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Stadt informiert über Planungen zur Flüchtlingsunterkunft im Albrecht-Thaer-Weg

54 Dreizimmerwohnungen mit einer Fläche von je ca. 68 Quadratmetern sollen nach den Planungen der Stadt Göttingen demnächst als Unterkunft für Geflüchtete im Albrecht-Thaer-Weg entstehen. 150 Menschen können hier eine neue Unterkunft finden. Zum aktuellen Stand berichteten Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und die Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbau GmbH, Claudia Leuner-Haverich, am Mittwoch, 18. Mai 2016, auf einer Informationsveranstaltung vor vorwiegend studentischem Publikum aus den umliegenden Studentenwohnheimen.
Die Unterkunft soll in Holzmodulbauweise und nach neuestem technischem Standard (EnEV 2016) gebaut werden. Bauträger ist die Städtischen Wohnungsbau GmbH, die mit der Stadt einen Fünfjahresvertrag zur Nutzung abschließt. Vorgesehen ist, dass sie die Wohnungen anschließend wieder zurücknimmt, nach Bedarf saniert um sie anschließend dem Studentenwerk für nachhaltiges studentisches Wohnen zu übergeben. Insgesamt wird mit Baukosten in Höhe von 9 Millionen Euro gerechnet.
Ende nächsten Jahres wird mit der Fertigstellung gerechnet. Zwar garantiere die Modulbauweise schnelles Bauen, derzeit sei man jedoch noch bei den Vorarbeiten, wie Vermessen und Altlastenuntersuchungen. Wer die Trägerschaft übernimmt, sei noch offen. InfoATWDie Bewohner können selbstständig kochen und sich in Gemeinschaftsräumen treffen, zu denen vier der Wohnungen ausgebaut werden.

 

Flüchtlingsunterkunft auf der Siekhöhe nimmt ihren Betrieb auf

Am 11.05.16 ist die offizielle Übergabe der neu entstehenden Flüchtlingsunterkunft auf der Siekhöhe an die Betreiber, das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Am 17.05.16 werden die ersten 70 Bewohner erwartet, die wohl fast allesamt aus kleinen Göttinger Unterkünften kommen, die dann aller Voraussicht nach geschlossen werden.

Bis Ende Mai sollen 200 Menschen in der Flüchtlingsunterkunft auf der Siekhöhe leben. Da die Menschen auf Wohnungen warten, wird es eine gewisse Fluktuation geben. Möglich ist eine Aufstockung auf 418 Unterbringungen.

Das DRK hat die Campleitung vorerst für 18 Monate mit eventueller Verlängerung bei Bedarf (die Siekhöhe ist auf 5 Jahre gemietet).

Da alle Bewohner Asylbewerber sein werden, steht neben der allgemeinen Beschäftigung vor allem die Integration im Vordergrund. Dazu wird es vor Ort verschiedene Deutschkurse von der Volkshochschule und dem Goethe-Institut geben. Die schulpflichtigen Kinder sollen relativ zügig in Schulen kommen. Vor Ort sind im Außenbereich ein Spielplatz, ein Soccer Court, ein Volleyball- und Badmintonfeld, ein Inliner Parcours, zudem ein Grillplatz und möglichst viele Sitzgelegenheiten geplant. Im Innenbereich: ein Kinderspiel- und Bewegungsraum, ein Fitnessraum, ein Fernseh- und Seminarraum sowie ein großes Schach- bzw. Mühlespiel. Zusätzlich sind einige Holzbau-Workshops, ein Gartenbereich mit Blumen- und Pflanzenbeeten, eine Fahrradwerkstatt und einiges mehr geplant.

Ansprechpartner für die sozialen Aufgaben und Netzwerkverknüpfungen ist Lars Willmann als Vertreter vom SC Hainberg, der diese Aufgaben bereits im Flüchtlingscamp auf den Zietenterrassen übernommen hatte.

Unterstützung ist jederzeit vor allem bei den Deutschkursen, Nachhilfe für Schulkinder und Beschäftigungsangebote für Kinder, Frauen und Männer willkommen.

Die Stadt lädt Ehrenamtliche in der Göttinger Flüchtlingshilfe für Mittwoch, 11.5.2016 um 14 Uhr, in die fertig gestellte Unterkunft auf der Siekhöhe ein, um sich ein Bild vor Ort zu machen zu können.

Das Deutsche Rote Kreuz und der SC Hainberg laden jeden Interessierten zum Bürgerforum am Donnerstag, den 12.05.16, um 19.00Uhr, auf die Siekhöhe ein.

Konzept der Betreibergemeinschaft der Flüchtlingswohnanlage auf den Zietenterassen im Überblick

“Bonveno” nennt sich die gemeinnützige GmbH, in der sich fünf Göttinger Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Deutsches Rotes Kreuz) zur gemeinsamen Trägerschaft der Flüchtlingswohnanlage auf den Zietenterrassen zusammengeschlossen haben.

“Bonveno” bedeutet in Esperanto “Willkommen” – und auf eine Willkommenskultur setzt die Betreibergemeinschaft in ihrem Betreuungs-und Beratungskonzept. Sozialraumorientierte Arbeit ist ein wesentlicher Baustein im Konzept für ein gutes und gedeihliches Zusammenleben der Bewohner/innen und Anwohner/innen.

Das bedeutet unter anderem:

  • Die Förderung der Flüchtlinge zur aktiven Freizeitgestaltung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Stadtteil.
  • Die Integration von Flüchtlingskindern in Kindertagesstätten und Schulen, um das Einleben in eine neue Umgebung durch intensiven Kontakt mit Gleichaltrigen zu fördern.
  • Unterstützung der Flüchtlingseltern bei der Kontaktpflege zu Schule, Hort bzw. Kindergarten.
  • Unterstützung bei der Organisation gemeinschaftlicher Aktivitäten im Wohnviertel (Straßenfeste, Kinderfeste, Vereinsfeste).
  • Transparenz nach außen: Was in der Wohnanlage geschieht, soll transparent nach außen vermittelt werden.
  • Vermittelnde Gespräche bei Konflikten zwischen Bewohner/innen und Anwohner/innen.

Zur Umsetzung setzen die fünf Verbände neben den eigenen geballten Kräften und Ressourcen auch auf die Einbindung ehrenamtlich Engagierter und insbesondere die in der Nachbarschaft lebenden Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Integration der Flüchtlinge gliedert sich nach dem Konzept in drei Phasen:

  1. die Orientierungsphase mit Informationen, die der Orientierung in die neue Umgebung dienen,
  2. die Integrationsphase mit einer gemeinsamen Erarbeitung individueller Hilfsangebote und Integration in die Nachbarschaft,
  3. die Ablösephase mit der Vorbereitung und Nachbetreuung der dezentralen Unterbringung.

Die Betreuung und Beratung setzt auf Partizipation, sodass die Menschen in die Lage versetzt werden, ihr Leben so schnell und so weit wie möglich eigenverantwortlich zu gestalten. Die Flüchtlinge sollen in Abläufe und Aktivitäten innerhalb der Wohnanlage mit einbezogen werden, um ihnen Verantwortung und Aufgaben im Alltag zu geben.